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Hurra, wir leben noch

von Harald Wörner

Ein indianisches Sprichwort besagt, dass der Mensch erst merkt, dass man Geld nicht essen kann, wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fisch gefangen und der letzte Fisch gefangen sei. Lässt man nun die Hiobsbotschaften der letzten Zeit Revue passieren, kann man eigentlich nur noch mit dem Kopf schütteln.

"Lebensstandard ist, wenn man mit Geld, dass man nicht hat, Dinge kauft, die man nicht braucht, um Leuten zu imponieren, die man nicht mag." Dieses Zitat beschreibt recht anschaulich, in welch einem Dilemma die heutige Industriegesellschaft sich befindet.

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Cover: Februar 2010

Glücklich ohne Auto

von Stefan Giebel

Das Auto ist des Deutschen liebstes Kind. 41 Millionen Autos bewegten sich 2009 auf Deutschlands Straßen. Angesichts der Umweltproblematik stellt sich die Frage, ob wir unseres Handelns und der Folgen nicht bewusster werden sollten. Hierzu sprach der TagesSatz mit Hedi Ehmke. Sie studiert in Kassel Trickfilm und lebt auch dort.

Sie Leben seit zwölf Jahren ohne Auto. Warum haben sie kein Auto, und ist dies auch ökologisch motiviert?

Ich bin mehrfach umgezogen, war die die Ausbildung zu sehr ausgelastet, um mir über Mobilität Gedanken zu machen und hatte kein Interesse daran, mich nebenbei um ein Auto zu kümmern.

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Doppelt alleingelassen

von Carsten Seydlowsky

In Deutschland wachsen immer weniger Kinder bei beiden leiblichen Eltern auf. Die Anzahl der traditionellen Familien, bestehend aus verheirateten Eltern mit Kindern, geht zurück. Gleichzeitig steigt die Zahl der Alleinerziehenden. 2007 lebten rund 1,6 Millionen Elternteile mit ihren Kindern in einem Haushalt und galten somit als alleinerziehend. Dies macht einen Anteil von 18% an allen Familien mit Kindern aus.
Neunzig Prozent der Alleinerziehenden sind Frauen. Die meisten Alleinerziehenden sind bereits zur Zeit der Schwangerscaft verheiratet gewesen. Nach der Trennung waren sie gezwungen, sich allein um das gemeinsame Kind zu kümmern.

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Fluch und Segen der Arbeitsmaßnahme

von Viola Wiegand

Seit September 2009 ist in Göttingen einer von über sechzig Standorten des Projekts "Dekra Toys Company".Kann die auf "Ein-Euro-Jobs" basierende Modellfirma realen Anforderungen standhalten?

Eine ruhige Athmosphäre herrscht in den Räumen der Toys Company Göttingen. Bisher gibt es nicht viel zu tun. Spielzeugspenden, auf denen das Konzept beruht, sind zur Zeit noch rar. Die Idee hinter dem Projekt sieht vor, dass Langzeitarbeitslose wieder in den Arbeitsalltag integriert werden. Idealerweise soll die Maßnahme sie auf den "ersten", den regulären Arbeitsmarkt vorbereiten, sodass sie danach bessere berufliche Perspektiven haben.

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Neoliberale Romantik: Arbeit für Alle

von Malte Schiller

Arbeit muss sich wieder lohnen: Was Guido Westerwelle zur populistischen Profilierung seiner Partei nutzt, ist für Arbeitslose ein Schlag ins Gesicht. Den der Vize-Kanzler verkenntin seinem rhetorischen Stolperkurs, dass seine rosarote Vorstellung von einer volbeschaftigten Leistungsgesellschaft völlig antiquiert ist. Wo hat diese Auffassubg von Arbeit und Leistung ihren Ursprung?

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So nicht, Herr Koch!

Kommentar von Hans Peter Pung

Es ist populär, auf die Kleinen einzuschlagen. Auf den ersten Blick sind die Forderungen des Ministerpräsidenten ja gar nicht so falsch. Warum sollten "Hartz-IV-Empfänger" nicht ein paar Stunden zum Wohle der Gesellschaft arbeiten? Schließlich schadet das ja niemandem. Schaut man genauer hin, stellt man fest, die Rechnung von Herrn Koch geht nicht auf. Wo soll die Arbeit herkommen, die diese Menschen verrichten sollen?

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Geld macht auch nicht glücklicher

von Jörg "Yogi" Müller

Es gibt ja diesen bekannten Witz von einem Raubüberfall. Der Räuber: "Geld oder Leben?" - Der Überfallene: "Ach ich nehme lieber beides."

"Es gibt schmutziges Geld und Geldwäsche" und "Geld verdirbt den Charakter" sind wohl zwei von vielen Sprüchen über Geld. Buddha hat wohl seine guten Gründe gehabt, indem er seine Mönche ermahnt hat, kein Geld zu berühren.

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